Kürbis

Kürbisse zählen zu den größten Beeren der Welt. Beerenfrüchte kennzeichnen sich durch im Fruchtfleisch eingelagerte Samen. Die Gattung der Kürbisgewächse gehört somit zur gleichen Pflanzenfamilie wie auch Melonen oder Gurken. Der Kürbis kann die Größe einer Münze, aber auch die Größe eines Treckerreifens erreichen. Der bisher größte Kürbis brachte 1190,5 Kilogramm auf die Waage und wurde vom Belgier Mathias Willemijns gezüchtet. Kürbisse gibt es in verschiedenen Farben und Musterungen, die von orange über gelb bis hin zu grün und sogar schwarz reichen. Auch die Form des Kürbisses ist nicht immer rund oder oval. Zum Beispiel weist die Kürbissorte Bischhofsmütze unförmige Auswüchse auf.

Geschmack

Auch wenn der Kürbis botanisch gesehen zu den Früchten zählt, würde man ihn im Hinblick auf seine Nährstoffzusammensetzung und sein nussig-süßes Aroma eher in die Kategorie Gemüse einordnen.

Herkunft 

Seit Jahrtausenden gehört der Kürbis zum Speiseplan der Mittel- und Südamerikaner. Die ältesten versteinerten Kürbissamen wurden in Mexiko entdeckt und werden auf 10.000 Jahre vor Christus datiert. Mit der Entdeckung dieser Kontinente wurde der Kürbis nach Europa gebracht und eroberte mit seinem saftigen Fleisch und seinem nussigen Aroma langsam die europäische Küche. Heute gehört der Kürbis nicht zuletzt wegen des europäischen Halloween-Hypes jeden Herbst mit Suppen, Eintöpfen und Püree zur Saison-Küche.

                                           Lagerung

Einen ganzen Kürbis können Sie bis zu sechs Monaten an einem dunklen, trockenen und kühlen Ort (10 bis 13 Grad) aufbewahren. Werden Kürbisse in feuchter Umgebung gelagert, können sie faulen. Einen bereits angeschnittenen Kürbis können Sie mit einer Klarsichtfolie abdecken und bis zu einer Woche im Kühlschrank aufbewahren. Einzelne Stücke können Sie blanchieren und einfrieren – sie sind danach rund vier Monate verwertbar.

Nährstoffe

Der Kürbis punktet mit einer ganzen Menge an Nährstoffen. Er ist eine besonders gute Quelle für Vitamin A, B-Vitamine, Kalium, Kupfer und Mangan. 100 Gramm Kürbis decken bereits 26 Prozent des Tagesbedarfs an Vitamin A und fast 10 Prozent des Tagesbedarfs an Kalium. Obwohl er süß und herzhaft schmeckt, enthalten 100 Gramm Kürbis nur 26 kcal. Gleichzeitig macht er richtig satt und eignet sich aus diesem Grund ideal als Sättigungsbeilage. Die vielen Nährstoffe in Verbindung mit der geringen Kalorienmenge machen den Kürbis zum perfekten Fitness-Food.  Das Kürbisfleisch kann aufgrund seiner guten Bekömmlichkeit hervorragend in der Diätküche als Schonkost oder für Kleinkinder zubereitet werden. Das Fleisch enthält viele Mineralstoffe wie Calcium, Phosphor und Eisen. Am meisten jedoch Kalium (300 Milligramm pro 100 Gramm Fruchtfleisch), das den Flüssigkeitshaushalt im Körper reguliert. Nährstoffe aus Kürbissen, die unser Immunsystem unterstützen, sind Vitamin C, Vitamin E und Eisen. Die im Kürbis enthaltene Kieselsäure verbessert zudem die Haut- und Nagelstruktur.

Nährwerte von Kürbis pro 100 Gramm:
 

Kalorien                                                                25 g

Kohlenhydrate                                                        5 g

Ballaststoffe                                                            2 g

Eiweiß                                                                     1 g

Fett                                                                         1 g

Verwendung in der Küche und Zubereitung

Einkauf

So testen Sie den Reifegrad eines Kürbisses: Klopfen Sie mit der geballten Faust sachte auf die Schale des Kürbisses. Erklingt ein hohles Geräusch, ist der Kürbis reif. Gibt der Kürbis zudem auf leichten Druck nicht nach, ist er sicher ausgereift. Zudem erkennen Sie einen reifen Kürbis am leicht vertrockneten beziehungsweise verholzten Stielansatz. Hat der Kürbis keinen Stiel mehr, können Fäulnisbakterien im Kürbis sein.

Zubereitung Kürbis

Manche Sorten, zum Beispiel Hokkaido, werden mit Schale verzehrt. Bei den meisten Kürbisarten ist es jedoch sinnvoll, die harte Schale vor dem Garen zu entfernen. Ein Klassiker in der Kürbis-Küche ist die Kürbissuppe. Mit ihrer fein-sämigen Konsistenz und ihrem nussig-süßlichen Geschmack überzeugt sie viele Liebhaber, die sie gerne in variierenden Rezepten zubereiten. Zum Beispiel können Sie die Kürbissuppe mit frischem Ingwer oder Chili aufpeppen und mit einem Schuss Kürbiskernöl gelungen abrunden. In Spalten geschnitten können Sie Kürbis mit Salbei, Chili, Knoblauch und Zitronensaft würzen und im Backofen garen. So macht der Kürbis zum Beispiel als veganes Hauptgericht eine gute Figur. Dazu können Sie Couscous reichen. Probieren Sie Kürbis doch auch mal als Püree. Es hat einen ganz intensiv nussigen Geschmack und ist eine gelungene Abwechslung zu den gängigen Beilagen wie Nudeln, Reis oder Kartoffeln. Würzen können Sie das Püree mit einer Prise Salz, geriebener Muskatnuss und wer es mag, mit etwas Kreuzkümmel.