Kohlrabi

Mild im Geschmack, zart genug zum Rohessen und am besten bekömmlich von allen anderen Kohlarten: Schon Klein-kinder mögen Kohlrabi oft richtig gern. Und sogar bei Leuten, die Kohl sonst nicht schätzen, kommt das Knollengemüse gut an! Gesund ist es obendrein – lesen Sie hier, was alles in Kohlrabi steckt.


ist gut bekömmlich: Kohlrabi schmeckt für ein Kohlgemüse besonders mild und bekommt dank seiner leicht verdaulichen Struktur sogar Menschen mit sehr empfindlichem Magen gut.
hat gesundes Grün: Zum Wegwerfen ist das Grün vom Kohlrabi definitiv zu schade, denn darin stecken bis zu dreimal so viele Vitalstoffe wie in den Knollen selbst. Zum Essen einfach frische Blättchen waschen, tro-cken tupfen, hacken und zum Beispiel über das Gemüse, in Suppen oder auf Salate streuen.
stärkt das Immunsystem: Die in Kohlrabi reichlich enthaltenen Senföle (Glucosinolate) unterstützen die Im-munzellen im Darm und stärken insgesamt die Abwehrkräfte.

Geschmack

Kohlrabi schmeckt nur sehr dezent kohlartig, leicht süßlich und mild. Die Herkunft des Kohlrabi ist ungeklärt. Häufig genannte Gebiete der möglichen Domestikation sind der Mittelmeerraum und Mittelasien. Ebenso unklar ist der Zeitpunkt der Entstehung.

Saison, Lagerung

Kohlrabi bekommt man zwar das ganze Jahr über, am besten schmeckt er aber jung und frisch vom Feld – also in der Zeit von April/Mai bis in den Spätsommer hinein.

Frischen Kohlrabi können Sie problemlos etwa 1 Woche im Kühlschrank aufbewahren. Die Blätter aber besser abtrennen! Wer sie später mitessen möchte, lagert sie am besten getrennt von den Knollen in einem Plastikbeutel im Kühlschrank.

Nährstoffe

So gut wie fettfrei und ausgesprochen kalorienarm: Kein Wunder, dass Kohlrabi auch bei Diäten gern und oft zum Einsatz kommt. Wie andere Kohlsorten kann Kohlrabi ebenfalls mit einem beachtlichen Gehalt an Vitamin C punkten. Schon 100 Gramm Kohlrabi (je nach Größe ½ - 1 Knolle) decken unseren täglichen Bedarf gut zur Hälfte. Auch beim Gehalt an Vitamin A und K sowie an Niacin, Biotin und Folsäure kann Kohlrabi sich sehen lassen.

Die in Kohlrabi enthaltenen Senföle (Glucosinolate) unterstützen außerdem die Abwehrkräfte und wirken günstig auf Magen, Darm und den gesamten Körper. Für alle mit empfindlichem Magen und Darm kommt Kohlrabi als Alternative übrigens genau richtig, denn im Gegensatz zu den meisten anderen Kohlgemüsesorten ist er leicht verdaulich und äußerst bekömmlich. Was kaum jemand weiß: Besonders viele Vitamine und Mineralstoffe sind in den Kohlrabi-Blättern enthalten. Sie enthalten zwei- bis dreimal so viel davon wie die Knollen selbst. Zumindest die zarten Herzblätter isst man deshalb am besten mit.

Nährwerte von Kohlrabi pro 100 Gramm:
 

Kalorien                                                             24 kcal

Eiweiß                                                                       2 g

Fett                                                                        0,1 g

Kohlenhydrate                                                       3,7 g

Ballaststoffe                                                          1,4 g

Verwendung in der Küche und Zubereitung

Einkauf

Kaufen Sie Kohlrabi möglichst immer mit den Blättern, denn diese geben am besten Auskunft über die Frische der Knollen. Sind die Blätter grün und knackig, stimmt auch beim Kohlrabi selbst meistens die Qualität. Die Außenhaut der Knollen sollte unbeschädigt und glatt aussehen. Als Faustregel gilt: Je kleiner der Kohlrabi, desto zarter schmeckt er – sehr große Knollen können holzig sein.

 

Vorbereitung

Den Kohlrabi gründlich waschen, das Grün abschneiden und die Knolle dünn abschälen. Das untere Ende großzügig mit einem scharfen Messer kappen, eventuell vorhandene holzige beziehungsweise faserige Stellen entfernen. Anschließend können Sie den Kohlrabi in Scheiben und je nach Rezept in Stifte, Streifen oder Würfel schneiden. Für Rohkost und Salate Kohlrabi auf der Küchenreibe oder in der Küchenmaschine raspeln oder mit einem Gemüsehobel hauchdünn schneiden.

   

Zubereitung Kohlrabi

 

Die hellgrünen zarten Kohlrabiblätter schmecken toll und stecken voller Nährstoffe – viel zu schade zum Wegwerfen! Entfernen Sie darum nur große, nicht mehr ganz knackig-frische Blätter und bereiten Sie den Rest am besten auf diese Weise zu: Gründlich waschen, trockenschütteln, anschließend sehr fein hacken und über das Kohlrabi- oder anderes Gemüse, die Gemüsesuppe oder den gemischten Salat streuen. Auch das Kochwasser können Sie zum Beispiel für Suppen oder Saucen verwenden. Es enthält etwa 50 Prozent der wertvollen Senföle, die sich beim Garen lösen.Nicht nur Kinder lieben es, Kohlrabi roh zu knabbern. Kohlrabi ist im Gegensatz zu den meisten anderen Kohlsorten auch roh gut verdaulich und hat einen besonders hohen Nährstoffgehalt! Beim Garen sollten Sie die Zeiten übrigens eher knapp halten, sonst verliert Kohlrabi viel von seinem delikaten Reiz. Dünsten Sie ihn in Stifte oder Würfel geschnitten möglichst noch leicht bissfest in wenig Salzwasser oder Brühe: das dauert maximal 10-15 Minuten. Ganze Knollen zum Aushöhlen und Füllen brauchen je nach Größe etwa 20-30 Minuten Garzeit. Wer den feinen Kohlgeschmack von Kohlrabi mag, hat die Qual der Wahl. Die knackige Knolle schmeckt roh oder knapp gegart in Salaten, lässt sich gut füllen und überbacken und wunderbar für Aufläufe, Gratins oder vegetarische Puffer verwenden.