Fenchel

Bei Fenchel scheiden sich die Geister: Sein intensiver Geschmack ist nicht jedermanns Sache. Probieren lohnt sich aber, denn Knollenfenchel ist eine Wohltat für den gesamten Organismus und passt einfach perfekt zu mediterranen Gerichten. Mehrere ätherische Öle in Fenchel geben dem Gemüse ein sehr intensives, anisartiges und leicht süßliches Aroma.

: In Fenchel steckt so viel Vitamin E, dass schon mit dieser Minimenge rund 50 Prozent des täglichen Bedarfs gedeckt sind. Vitamin E spielt eine wichtige Rolle beim Schutz der Gefäße, senkt aber auch das Krebsrisiko und kann Demenzerkrankungen wie Alzheimer vorbeugen.

Geschmack

Mehrere ätherische Öle in Fenchel geben dem Gemüse ein sehr intensives, anisartiges und leicht süßliches Aroma.

Saison, Herkunft

Der Urahn des Fenchels soll seine Heimat in Vorderasien und im Mittelmeerraum haben. Heute liegen die Hauptanbaugebiete für Fenchel in Italien, Spanien, Südfrankreich, Griechenland und Nordafrika.

Fenchel vom Freiland kommt von Oktober bis Mai aus in Italien, Spanien und Frankreich zu uns. Ab Mai bis in den November hinein exportieren vor allem die Niederlande frischen Fenchel.

Nährstoffe

Speziell die in Fenchel enthaltenen ätherischen Öle (Anethol, Fenchon und Menthol) wirken wohltuend, vor allem auf Magen und Darm, aber ebenso bei Erkrankungen der Bronchien und Erkältungen. Aber die ätherischen Öle des mediterranen Gemüses können noch mehr! Weil sie Bakterien töten und Entzündungsprozessen entgegenwirken, hilft Fenchel bei vielen Erkrankungen, zum Beispiel bei Husten oder Blasenentzündung.

Nährwerte von Fechnel pro 100 Gramm:
 

Kalorien                                                 24

Eiweiß                                                    2,4 g

Kohlenhydrate                                       2,8 g

Fett                                                        0,3 g

Ballaststoffe                                           4,2 g

Hinzu kommen mehrere B-Vitamine sowie Provitamin A und Vitamin E. Mit rund 31 mg Vitamin C liegt Fenchel ebenfalls ziemlich gut im Rennen. Weitere Pluspunkte: Fenchel enthält fast kein Fett, dafür aber reichlich Ballaststoffe und relativ hohe Mengen pflanzliches Protein. Die Knolle ist somit ein perfekter Begleiter für eine rundum ausgewogene Ernährung. Durch seine urinbildende Wirkung erleichtert Fenchel den Nieren die Ausscheidung von Stoffwechselabfällen. Das enthaltene Vitamin C verbessert außerdem die Leberfunktion. Mithilfe seiner ätherischen Öle beruhigt das Gemüse strapazierte Nerven. Zudem lindern die B-Vitamine aus Fenchel Stress, stärken die Muskeln und unterstützen die Zellerneuerung sowie die Blutbildung. Das Vitamin B3 aus der knackigen Knolle fördert die Muskelregeneration sowie die Erneuerung von Haut- und Nervenzellen.

Verwendung in der Küche und Zubereitung

Fenchel vorbereiten:

Faustregel: Erst mal die Knollen gründlich waschen, dann den Wurzelansatz glatt abschneiden und die Stängel oben kürzen. Wie Sie weiter verfahren, hängt davon ab, was Sie mit den Knollen anstellen wollen: Je nach Rezept können Sie Fenchel raspeln, in Stifte schneiden; in Scheiben hobeln, in Viertel sowie Würfel schneiden oder ganz lassen. Werfen Sie das eventuell vorhandene Fenchelgrün nicht weg: Fein gehackt krönt es das Gemüsegericht ebenso wie Fisch, Suppen, Saucen, Mayonnaisen, Salate und so weiter.Fenchel bleibt besonders knackig, wenn Sie ihn nach der Vorbereitung noch für 10 Minuten in den Kühlschrank legen – so haftet auch das Dressing besser! Übrigens, auch bei Fenchel gilt: Mischen Sie das Dressing immer erst kurz vor dem Anrichten unter den Fenchel, sonst fallen die Blättchen schnell zusammen.


Zubereitungstipps für Fenchel:

In Italien zählt das Knollengemüse zu den kulinarischen Lieblingen, daher gibt es zahlreiche Rezepte dafür. Die Italiener lieben den Knollenfenchel so sehr, dass sie ihn roh nicht nur in Salaten, sondern sogar als Dessert verspeisen! Aber vorwiegend kommt er als Gemüsegericht – gedünstet, gefüllt, in Pastasaucen, geschmort oder überbacken – auf den Tisch. Gerne gibt man Fenchel in Italien auch an Suppen und Eintöpfe wie die umbrische Fischsuppe, verfeinert damit die toskanische Pilzsuppe oder auch einen pikanten Risotto.Gedünsteter oder gratinierter Fenchel schmeckt solo als kalorienarmes kleines Gericht oder als richtig raffinierte Beilage zu Fisch.

Guter Tipp für Einsteiger: Machen Sie es wie „la mamma“ und geben Sie in feine Streifen geschnittenen Fenchel in eine Hack-Tomaten-Sauce zur Pasta. Da bleibt der intensive Geschmack etwas mehr im Hintergrund; zum Angewöhnen, gewissermaßen.

Sehr lecker schmeckt die Fenchelknolle auch als Rohkost im Salat oder pur. In dieser Form ist das Gemüse auch am gesündesten, da kein Nährstoffe durch Hitze verloren gehen.

Übrigens ist Fenchel auch ein echtes Würzwunder: Das aromatische Grün können Sie fein gehackt wie Kräuter verwenden. Mit Fenchelsamen dagegen lassen sich Fisch und Fleisch, Backwaren, eingelegtes Gemüse und Tees verfeinern.