Erbsen

Ob Kind oder Erwachsener, alle lieben Erbsen. Kein Wunder, denn die grünen Minikugeln haben ein Maxi-mum an Geschmack plus reichlich gesunde Inhaltsstoffe zu bieten und sind obendrein preiswert zu haben. Die Erbse, auch Gartenerbse oder Speiseerbse genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Erbsen in der Unterfamilie Schmetterlingsblütler innerhalb der Familie der Hülsenfrüchtler. Ursprünglich aus Kleinasien stammend, ist die Erbse seit Jahrtausenden eine wichtige Nutzpflanze. Sie enthält viel Protein und wird als Gemüse und als Tierfutter verwendet. Erbsen gelten als eine der ältesten Kulturpflanzen überhaupt. Erbsen avancierten vom billigen Sattmacher zum Gau-menkitzel, den sich lange nur adelige Gourmets schmecken ließen. Das ist heute anders: Erbsen sind zum Allerwelts-gemüse aufgestiegen, das kaum wegzudenken und in Dosen oder aus der Tiefkühltruhe jederzeit zu kaufen und dazu erschwinglich ist. Aber die meisten sind sich trotzdem einig: Am allerbesten schmecken Erbsen, wenn sie frisch, jung und zart sind. Frische oder erntefrisch eingefrorene Erbsen schmecken knackig und leicht süß.

Erbsen punkten mit Eiweiss, machen fit, liefern B-Vitamine, bieten Ballaststoffe, sind gut bekömmlich und können beim Abnehmen helfen. Erbsen enthalten Purine: Für Gesunde spielt der relativ hohe Puringehalt von 85 Milligramm pro 100 Gramm Erbsen keine Rolle, für Gichtkranke schon eher. Sie sollten sich Erbsen nicht gerade täglich, sondern nur ab und zu gönnen.

Saison, Herkunft

Die ursprüngliche Heimat des wild wachsenden Urahnen unserer heutigen Erbsen liegt in Vorder- und Mittelasien sowie im östlichen Mittelmeerraum. Die Zeit für frische junge Erbsen ist kurz und reicht nur von Juni bis Ende August.

Nährstoffe

Ganz strenge Diäten streichen Erbsen meist vom Plan. Das ist einerseits nachvollziehbar, denn durch ihren relativ hohen Stärke- und Zuckergehalt enthalten Erbsen mehr Kalorien und Kohlenhydrate als die meisten anderen Gemüsesorten. Andererseits enthalten die appetitlichen Samen wenig Fett und verhältnismäßig viel Eiweiß. Somit sind Erbsen eine tolle Eiweißquelle für Vegetarier. Beim Vitamin C sieht die Bilanz ebenfalls günstig aus: Schon eine Portion mit 200 Gramm Erbsen deckt den täglichen Bedarf immerhin zur Hälfte. Außerdem sind Vitamin A plus die Mineralstoffe Kalium, Magnesium und Phosphor in nennenswerten Mengen enthalten. Das Magnesium sorgt für Entspannung der Muskeln und hilft so beim Einschlafen. Weil Erbsen in der Schote heranwachsen, haben sie einen natürlichen Schutzmantel, bei dem Umweltschadstoffe praktisch ohne Chance sind. Frische Erbsen tragen auch einiges dazu bei, den täglichen Ballaststoff-Bedarf zu decken: Eine große 200-Gramm-Portion Erbsen entspricht mit 8 Gramm Ballaststoffe immerhin knapp einem Drittel der empfohlenen Mindestmenge. Niacin, auch Vitamin B3 genannt, unterstützt die Erneuerung der Nerven sowie die Zellreparatur. Zudem fördert es die Bildung von Botenstoffen im Gehirn und damit unsere Konzentrationsfähigkeit. 

Nährwerte von Erbsen pro 100 Gramm:
 

Kalorien                                                  84

Eiweiß                                                     7 g

Fett                                                         0,4 g

Kohlenhydrate                                        11 g

Ballaststoffe                                            4 g

Einkauf

Kaufen Sie von den frischen Erbsen nicht zu wenig, denn man muss mit etwa zwei Dritteln Abfall rechnen. Aus einem Kilogramm Schoten bekommt man maximal etwa 400 Gramm Erbsen. Außerdem sollten Sie für eine gute CO2-Bilanz auf die Herkunft der Hülsenfrüchte achten. Es wird zwar ein großer Anteil importiert, allerdings gibt es auch viele aus deutschem Anbau. 

Verwendung in der Küche und Zubereitung

Vorbereitung

Wer frische junge Erbsen essen möchte, der kommt ums Pulen und Palen nicht herum. Kleiner Trost: Einem alten Aberglauben zufolge soll die Mühe mit Geld, Glück und Liebe belohnt werden. Schwierig ist das Auspalen von Erbsen jedenfalls nicht. Einfach die Schoten der Hülsenfrucht knacken und die darin aufgereiht sitzenden Samen mit dem Finger direkt in ein Sieb streifen. Ist diese Vorarbeit erledigt, muss man die Erbsen nur noch kurz abspülen und abtropfen lassen.

Dieser Trick erspart Ihnen das mühselige Pulen: Kochen Sie die Schoten in einem Topf mit reichlich Wasser – sie platzen auf, schwimmen oben und können ganz easy abgeschöpft werden. 

 

Zubereitungstipps für Erbsen

Frische Erbsen gart man 4 bis 5 Minuten entweder solo in etwas Brühe oder Salzwasser – oder ganz klassisch mit Möhren, Spargelstücken oder anderem feinen Gemüse. Beim Garen kann man mit einer Prise Zucker nicht nur den Geschmack unterstreichen, sondern auch die hübsche grüne Farbe noch besser erhalten. Erbsenpüree ist eine leckere und low-carb Alternative zu Kartoffelpüree. Das Einfrieren von frischen Erbsen ist natürlich möglich, lohnt aber kaum. Denn tiefgefroren kann man das leckere Gemüse bei jedem Discounter gut und günstig finden. Dabei spart man nicht nur Arbeit, sondern kann auch davon ausgehen, dass Selbsteinfrieren keinen nennenswerten Geschmacksgewinn bringt. Tiefgefrorene Erbsen bitte immer unaufgetaut in den Topf geben und je nach Größe und Packungsanleitung 5 bis 6 Minuten garen. Erbsen aus dem Glas sind bereits gegart, also nur abtropfen lassen und erst ganz zum Schluss im jeweiligen Gericht oder in wenig Wasser erhitzen.