Bohnen

Als Bohne bezeichnet man sowohl die runden, teils länglichen oder nierenförmigen Samen als auch die sie umgebende Hülse mitsamt den eingeschlossenen Samen (zum Beispiel Grüne Bohnen, Prinzessbohnen, Ackerbohnen, auch von der Linsen-Wicke) und ebenfalls die gesamte solche Samen bildende Pflanze aus der Familie der Hülsenfrüchtler.

Wie die meisten Gemüsesorten enthalten auch grüne Bohnen fast kein Fett und kaum Kalorien. An
sanft entwässerndem Kalium und anderen Mineralstoffen sind sie dafür umso reicher. Vor allem
Magnesium, Zink, Fluor und Selen machen grüne Bohnen zu einem gesunden Kraftpaket. Besonders
Diabetiker und Menschen mit Herzproblemen dürfen bei grünen Bohnen gern öfter zugreifen.
Wissenschaftler konnten in einer Studienreihe nachweisen, dass sich durch grüne Bohnen der Blutfettund
Blutzuckerspiegel erheblich senken lässt .

Herkunft

Ursprüngliche Heimat aller grünen Bohnen (und die von Bohnen generell) ist Mittel- und Südamerika. Die Gartenbohne ist die heute in Europa und Nordamerika hauptsächlich verwendete Bohne. Dazu zählen zahlreiche Sorten in verschiedenen Farben: grüne Bohne, gelbe Wachsbohne, weiße Bohne, rote Kidneybohne, gesprenkelte Pintobohne etc. Vorher wurde in Europa die Ackerbohne gegessen.

Formen und Typen

Es gibt zahlreiche Gattungen und Arten von Pflanzen mit unterschiedlicher Herkunft und unterschiedlichen Eigenschaften und Verwendungszwecken, die alle als Bohnen bezeichnet werden. Verschiedene Bohnen sind bedeutende Nutzpflanzen. Die wichtigsten Bohnen in Mitteleuropa sind die Samen der Gartenbohne. Manche Bohnen sind nur nach dem Garen genießbar; durch das Erhitzen werden die gesundheitsschädlichen
Lektine zerstört.

Geschichte

Grüne Bohnen, auch Busch- oder Stangenbohnen genannt, sind die feinste der über 100 Sorten starken Bohnen-
Familie. Aus heimischer Ernte bekommt man sie bei uns nur im Sommer. Außerhalb der Saison kommen grüne
Bohnen dann aus dem Treibhaus oder aus Afrika, Südamerika und anderen Ländern.
Allen grünen Bohnen gemeinsam ist ihre botanische Herkunft. Wie die zahlreichen getrockneten Bohnenarten gehören
sie zu den Hülsenfrüchten. Hauptunterschied zwischen grünen Bohnen, egal welcher Sorte, und Trockenbohnen: Die
eigentlichen Bohnen stecken noch in der zarten und essbaren Hülse, die man im unreifen Stadium erntet.
Übrigens: Die meisten modernen Sorten von grünen Bohnen haben im Gegensatz zu früher keine störenden Fäden
mehr.

Nährstoffe

Grüne Bohnen
• bringen Ballaststoffe: Da grüne Bohnen zu 90 Prozent aus Wasser bestehen, ist ihr Anteil an Nährstoffen relativ gesehen eher klein. Trotzdem enthält eine Portion von 200 Gramm immerhin 6 Gramm Ballaststoffe, also 20 Prozent der täglich empfohlenen Menge von 30 Gramm.
• liefern Vitamin C: Zugegeben, es gibt Gemüsesorten mit deutlich mehr Vitamin C. Trotzdem haben auch grüne Bohnen mit 20 Milligramm Vitamin C pro 100 Gramm durchaus beachtliche Mengen zu bieten. Immerhin deckt man mit einer 200- Gramm-Portion bereits 40 Prozent des Tagessolls!
• tun Schwangeren gut: Grüne Bohnen gehören zu den Gemüsesorten, die werdende und auch stillende Mütter ruhig öfter essen sollten: Sie enthalten relativ viel Folsäure, die das Ungeborene vor Fehlbildungen schützt und bei Säuglingen die gesunde Entwicklung fördert.
• liefern B-Vitamine: In grünen Bohnen finden sich bis auf Vitamin B12 sämtliche Vitamine der B-Gruppe in nennenswerten Mengen. Besonders hoch ist der Gehalt an Riboflavin (B2), das für den Glukose- und den Fettstoffwechsel eine wichtige Rolle spielt.
• CO2-Bilanz: Mit einem Emissionswert von unter 130 Gramm pro 100 Gramm, ist die CO2-Bilanz von grünen Bohnen gut. Die CO2-Werte basieren auf den Berechnungen des IFEU-Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg und wurden für jedes
Lebensmittel jeweils einzeln als „durchschnittliches Lebensmittel“ bilanziert, wie diese in Deutschland verkauft werden. Sie berücksichtigen den Produktionsort, die Produktionsmethode, alle damit verbunden Transporte, die Verarbeitung, die Verpackung
und die Lagerung anteilig. Die Emissionen aller Treibhausgase wie

z. B. Kohlenstoffdioxid (CO2), Methan (CH4) und Lachgas (N2O) wurden berücksichtigt und in CO2-Äquivalente umgerechnet. Vereinfacht wird allerdings nur von CO2 gesprochen.
• sind roh giftig: Rohe grüne Bohnen schmecken nicht – zum Glück, denn sie enthalten den giftigen Eiweißstoff Phasin. Er wird erst durch Kochen zerstört; darum sollten grüne Bohnen grundsätzlich etwa 8 Minuten gegart werden. Das Kochwasser auch besser
wegschütten und nicht weiter verwenden!


Nährwerte von Grünen Bohnen pro 100 Gramm
Kalorien
33

 

Eiweiß
2,4 g

 

Fett
0,2 g

 

Kohlenhydrate
5 g

 

Ballaststoffe
2 g

Verwendung in der Küche und Zubereitung

Bohnen schmecken leicht herzhaft, dabei aber trotzdem mild. Grüne Bohnen bleiben im Kühlschrank 2 bis 3 Tage frisch.


Vorbereitung
Grüne Bohnen kurz in einem Sieb abspülen und abtropfen lassen. Dann bündelweise aufs Arbeitsbrett legen und die Enden mit einem
scharfen Messer entfernen. Das Abfädeln an den Nahtstellen ist heutzutage meist nicht mehr nötig, denn die Neuzüchtungen sind
überwiegend fadenfrei. Ansonsten einfach mit dem Messer abziehen.

 

Zubereitungstipps für grünen Bohnen
Wie schon erwähnt: Grüne Bohnen müssen immer gekocht werden, denn sie enthalten im Rohzustand den giftigen Eiweißstoff Phasin. Um ihn unschädlich zu machen, sind 8 Minuten Kochen in Salzwasser das Minimum. Ansonsten hilft die Quietschprobe dabei, herauszufinden, ob grüne Bohnen gar sind: Gibt eine Probe-Bohne beim Hineinbeißen einen quietschenden Ton von sich, muss das Gemüse noch 1 bis 2 Minuten länger kochen.
Wer die grüne Farbe gut erhalten möchte, schreckt die Bohnen direkt nach dem Abgießen mit kaltem, mit Eiswürfeln gemischtem Wasser ab und lässt sie danach gut abtropfen. Anschließend eventuell kurz in Butter andünsten und warm servieren oder kalt für Salat verwenden.
Besonders köstlich schmecken grüne Bohnen, wenn man frisches Bohnenkraut mitkocht. Es soll nur Geschmack geben, man nimmt es zum Schluss heraus und wirft es weg. Andere Kräuter wie Petersilie, Estragon oder Thymian passen ebenfalls perfekt zu Bohnen – einfach hacken und direkt vor dem Servieren untermischen.